Praxis Philosophie

Hier möchte ich Ihnen einen Einblick in meine Arbeitsweise geben. 

Die fachärztliche Weiterbildungszeit in der Orthopädie und Sportmedizin, die ärztliche Spezialisierung für Manuelle Medizin und Ärztliche Osteopathie sowie die weiteren Ausbildungen für Säuglings- und Kinderbehandlung stellen den Erfahrungshintergrund meiner Arbeit dar.  Meine Erstausbildung zur Physiotherapeutin hat mir für meine jetzige ärztliche Tätigkeit ein bereicherndes zusätzliches „Handwerkzeug“ bereitet.

Die Manuelle und Osteopathische Medizin berücksichtigen Funktionsstörungen und damit auch mögliche Verkettungssyndrome. Sie versucht herauszufinden, ob Funktiosstörungen Ursache der Beschwerden sind. Auch Erkrankungen anderer Organsysteme wie beispielsweise Erkrankungen im HNO Bereich, internistische- und neurologische Erkrankungen können zu Schmerzen im Bewegungssystem führen. Umgekehrt können z. B. Störungen in der oberen Halswirbelsäule zu Kopfschmerzen, Schwindel oder Ohrsymptomen (Tinnitus) führen. Chronische Schulter-Nackenschmerzen können z. B. durch Fehlfunktionen des Kiefergelenkes (CMD) mit verursacht sein. Auch belastende Lebensumstände führen manchmal zu Schmerzen! 

Diese Funktionsstörungen entziehen sich häufig den technischen Diagnoseverfahren wie Ultraschall, Röntgen, CT und MRT. Oft werden mit diesen bildgebenden Verfahren sichtbare Strukturstörungen wie Arthrosen, degenerative Veränderungen gefunden, die mit dem natürlichen Alterungsprozess verbunden sind. Viele Menschen haben diese Veränderungen. Aber nicht alle von ihnen haben Beschwerden. Es muss also noch andere Schmerzursachen geben. Ob Schmerzgefühl entsteht und wie Schmerz verarbeitet wird, hängt von vielen weiteren Faktoren ab, worauf ich im unteren Abschnitt kurz eingehe.  Es stellt sich die Frage, inwieweit die in den bildgebenden Untersuchungen gefundenen Veränderungen, für die Beschwerden allein relevant sind und ob die Beschwerden mit den Bildbefunden korrelieren. Um mögliche andere Ursachen der Beschwerden zu finden, ist  eine sorgfältige Untersuchung der Strukturen, Gewebebeschaffenheit und die Funktionsuntersuchung der Gelenke, Muskeln, Faszien notwendig. Selbstverständlich haben die bild-gebenden Verfahren bei speziellen Fragestellungen einen hohen Stellenwert. Oft ist eine endgültige Diagnosenstellung aber erst in Zusammenhang mit einer manuellen funktionellen Untersuchung möglich.
Auch bei unauffälligen Befunden in der Bilddiagnostik können ausgeprägte Beschwerden bestehen, deren Ursachen rein in Funktionsstörungen begründet sein können. 

Auf welche Erkrankungen meine Tätigkeit ausgerichtet ist, erfahren Sie hier.

Neben der durchgeführten orthopädisch manualmedizinischen / osteopathischen Diagnostik und Therapie, hilft auch Ihr wichtiger Beitrag zum Behandlungserfolg (Salutogenese) beizutragen. Dieses salutogenetische Potential, d.h. Ihr Eigenbeitrag zur Genesung, zum besseren Wohlbefinden sowie Ihr mögliches präventives / vorbeugendes Potential wird thematisiert.
Hilfreich für die Wirkung des salutogenetischen Potentials sind z. B.:

  • die eigene Überzeugung /Erfahrung, Einfluss auf Beschwerden nehmen zu können, 
  • eigenverantwortlich zu handeln und
  • den ärztlichen Kontakt als Wegbereitung und Unterstützung zu nutzen. 

Hierin versuche ich meine Patienten maßgeblich zu unterstützen. 

Diese Medizin benötigt Zeit, Aufmerksamkeit und Zugewandtheit. Ich hoffe, dass ich Ihnen das durch meine Arbeit und unsere Praxisorganisation zukommen lassen kann. 

Für die Erstvorstellungen nehmen wir uns in der Regel 50 Min., für Wiedervorstellungen 30 Min. Zeit.